PROJEKT
GenerationenWohnen, um was es geht
Im Toracher entsteht eine generationenübergreifende und qualitativ hochstehende Wohnsiedlung im Minergie-Eco-Standard® mit ca. 80 Wohneinheiten (2- bis 5- Zimmer-Wohnungen) und Ateliers sowie optional einer Gemeinschaftspraxis. Etwa zwei Drittel der Wohnungen sind für älter werdende und alte Menschen vorgesehen, etwa ein Drittel für Familien. Das bestehende, unter Denkmalschutz gestellte Bauernhaus wird umgebaut und als Siedlungszentrum mit vielfältigem Angebot genutzt. Modelle, welche gezielt generationenübergreifende Wohnbedürfnisse abdecken, wurden mit Erfolg im Ausland bereits erprobt. Dieses Wohnmodell ist auch bei uns heute in aller Munde, aber vor allem partiell, das heisst generationenspezifisch umgesetzt. Das GenerationenWohnen im Toracher hat deshalb Modellcharakter für diese bisher wenig erprobte Wohnform in der Schweiz.
Das Bauernhaus, Herz und Seele des Toracher
Das sanft umgebaute, denkmalgeschützte Bauernhaus wird zum Siedlungszentrum für Information und Beratung, kulturelle Anlässe, Kaffee-Treff, Kursangebote, kurzfristige betreute Aufenthalte für „Klein und Gross“ usw.. Mit dem geschützten Gebäude als „Herz und Seele“ der neuen Überbauung wird hier nicht nur die Geschichte und Bautradition weiter bestehen, sondern auch ein Ort generationenübergreifender Begegnungen entstehen. Der Kaffee-Treff im Erdgeschoss, mit Blick auf die Kinderspielplätze, die Anlaufstellen für Information, Beratung und Unterstützung im Obergeschoss und der Versammlungssaal unter dem bernischen Krüppelwalmdach laden, wie der historische Bauerngarten, zur aktiven Teilnahme aller Bewohnerinnen und Bewohner und Aussenstehenden ein.
Neubauwohnungen im Toracher
Neben „konventionellen“ 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen sind loftähnliche Zweizimmereinheiten und vierfache Einzimmer-Wohngemeinschaften mit Einliegerzimmer für diverse Nutzungsvarianten vorgesehen. Vom Treppenhaus her unabhängig erreichbare Zimmer mit separat zuschaltbaren, behindertengerechten Nasszellen erlauben bisher unbekannte Anpassungen an spezielle Generationenstrukturen innerhalb der Familie. Alle Wohnungen sind für behindertengerechte Schrank-, Korridor-, Nass- und Küchenbereiche konzipiert. Aus Bedarfs- und Kostengründen werden diese Bereiche aber differenziert ausgebaut. Hindernisfreies Bauen, eine gute Schalldämmung, die Verwendung von für die Gesundheit unbedenklichen Materialien, die Möglichkeit zur Nachrüstung von Anlagen bei Invalidität und der Einbau eines Notruf-Meldesystems sind im Toracher eine Selbstverständlichkeit. Ein klares Ziel dabei ist, „lebenslanges Wohnen“ im Toracher grundsätzlich zu ermöglich.
Umgebung und Erschliessung
Die Umgebungsgestaltung wurde unter beratender Mithilfe des „Zentrums Urbaner Gartenbau“ der Hochschule Wädenswil ausgearbeitet. Die Umgebung wird hohen Ansprüchen gerecht werden. Vorgesehen sind neben Kinderspielplätzen auch Rundwege zum kurzen Spaziergang innerhalb der Überbauung. Zwischen den Neu- bauten entstehen parkähnliche und erholsame Grünräume mit Aufenthaltszonen für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Die Grünräume werden mit einheimischen, standortgerechten Laub- und Hochstammobstbäumen und Sträuchern bepflanzt. Die Grünflächen werden als Blumenwiesen gestaltet. Der Gartenbereich des Bauernhauses wird durch einen neu gestalteten „Bauerngarten“ aufgewertet, die bestehende „Hostet“ wird erhalten.
Die ganze Siedlung ist autofrei. Die Zufahrt für Feuerwehr und Sanität ist gewährleistet. Die Bewohnerinnen und Bewohner parkieren ihre Autos in einer unterirdischen Einstellhalle. Die Bauten, inklusive Siedlungszentrum, sind alle von der unterirdischen Einstellhalle her direkt erreichbar. Besuchern stehen Parkplätze vor dem Zentrum (Bauernhaus) zur Verfügung. Die Erschliessung erfolgt über den Egghölzliweg.
Nachhaltigkeit und Hindernisfreiheit
Die Wohnsiedlung wird im Minergie-Eco-Standard® und autofrei realisiert. Sie erfüllt hohe Ansprüche an die Energieeffizienz, den Komfort, die Baustoffökologie und die Gesundheit. Als Wärmeerzeugung wird eine bivalente Anlage mit einer Erdsonden-Wärmepumpe und einer Spitzenabdeckung mit Gas installiert. Besonders geachtet wird auf hindernisfreies Bauen, gute Schalldämmung, gesundheitsverträgliche Materialien und Ermöglichung bedarfsgerechter Nachrüstung.
Wer steht dahinter?
Trägerschaft:
Genossenschaft GenerationenWohnen Toracher Muri, Postfach 159, 3074 Muri bei Bern
Initiantinnen:
Verena Szentkuti-Bächtold, Initiantin, Fachfrau Gesundheits- und Altersfragen, Mitglied des Fachausschusses
Gesundheit (FAG) der Gemeinde Muri bei Bern, Gründungsmitglied und Präsidentin Genossenschaft
Lee Streit, Mitinitiantin, Mitglied der „Arbeitsgruppe Alter“ (AG des FAG), Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied Genossenschaft
Marianne Gautschi, Mitinitiantin, Mitglied der „AG Alter“, Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied Genossenschaft
Hedwig Pasche, Mitinitiantin, Mitglied der „AG Alter“
Architekten:
Urs Siegenthaler, Dipl. Architekt SIA/FSAI, Gümligen
Walter Hunziker, Dipl. Architekt ETH/SIA/BSA/FSAI, Bern
Ingenieur:
Peter Jaberg, Dipl. Bauingenieur FH, Dipl. Betriebswirtschaftsingenieur FH/NDS, Bächtold & Moor AG, Bern
Potentieller Investor:
Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft
Landbesitzerin:
Gemeinde Muri bei Bern